Haare

Ick hab dit Jefühl, es wird immer fluffiger, besser, schmissiger. Jestern hamwa Beede, Buzz Dee und icke im Berliner Frannz dafür jesorgt, dass ein bissken Eintrizzjeld sich richtich jeloont hat. Letzten N Des mussten wir uffhörn, weil die Sperrstundenjehilfin des Sheriffs vom Prenzlauer Berg anner Tür stand und uns via Zeijefinger und auffe Uhr deutend ermaante.

Seit Ende November lassik mir meine Haare auffe Brust, anne Beene, Arme und die paar am Rücken waxen. Nich etwa, weilix toll finde, nee – im Jejenteil. Ick finze nich toll. Ick willse alle ab ham. Ja, warum ixe nich abrasiere? Janz einfach – ick will ne endgüldige Entschieidung, Enthaarung ham will. Nee, nich mit Wax, nich mit Rausruppen – sondern mit ner neumodischen Lichtgranate. Ick bin ja sowatt von jespannt, watt diese Maschine mit meiner Haut, mit meinen Poren, mit meinen H Ren macht?! Binnik danach eines Problems entledicht? Hab ick ein neuet, andret dafür neu hinzu bekommen? Ick weißet nich – morjen Amd weißik meer. Wie jeen Amd – da weiß man immer meer.

Weiß – nich wissen, sondern als Farbe – mussik Dienstag kaufen, weilik nu endlich die Farbe im einen Riesenzimmer übertünchen mag, damit im Anschluß eine neue, nich meer beige ran kann. Watt für eine, weißik bis jez noch nich. Vielleicht watt Rotet, watt Mokkanet, watt Bläulichet, watt Anderet?!

Hier sind 255 Farben zur Auswaal:

255 Farben

Die 32 is krass, oder? Aber och die 61, finde ick – Augenkrebs!


Schilf

Na dit war war doch watt!

Die R Öffnungsveranstaltung der 4. Lese G Nerazion in Königs Wusterhausen war ja mal hervorragend. Buzz Dee und ick, wir konnten uns austoben, wurden für unsere Kurzjeschichtenabteilung und Liedervorträge beklatscht und selber hatten wir dabei ein Unmenge Freude. So kanns heute im Berliner Frannz also weiterjeen. Mal kieken, ob und wie die Berliner dafür druff sind.

In alle Richtungen sei jez bitte Folgendet festjehalten: S tut mir unjeheuerlich leid, dass wir nich im Überall sein können. Ick verspreche euch aber, dass wir dit seer jerne tun würn, aber allein an uns liex nich. Wenns in der Stadt der Leseträume keinen Veranstalter gibt, der an uns glaum will, bzw. keene Termine da sind, an denen wir hinkommen könn – dann findez emd nur da statt, wos stattfindet. Und insbesondere den Bad Salzungern / Marburger: ick bin mir fast sicher, dass wir alsbald wieder im Pressenwerk sein wern.

Nochwatt möcht ick, mussik  mitteilen: na klar hättik jerne, so wie anjekündigt, ne neue T Shirtreihe anjefertigt. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass meine Jeldbörse momentan für ne Fertigungsfinanzierung nich hinlang, mussik dit auffe Bank schiem, an dessen N D ick vielleicht eines Tages anjekommen bin, um Nummer 3 dann doch herstellen lassen zu können. Wollen willick – sei hiermit versprochen. Können kannik leider nich – dizzei als R Klärung bitte hinjenommen.

Bis nachher, gleich oder anders. Und wer wissen will, warum ick Schilf als Überschrift jeschriem hab – weil ick meine Mutter an dieser Stelle fragen will, ob ick nach Bodo noch mal ran dran soll – abschneiden??

Nuff

Bitte entschuldicht mein heutig karget Einschreim. Ick hab den jestrigen und kompletten Tach, sowie ein Stück vonner zwischen jestern und heute liegenden Nacht dazu benutzt, die Lesestaffel Nummero 4 rund zu machen. Dazu jehörn nich nur unterhalzame Texte, sonnern och reichlich Bilder und Musiken. Und, wie versprochen, hab ick mich an ein Musikprogramm jewagt, ein paar Sachen selber zusammen jefummelt, auf dass der jeneigte Zukieker und Zuhörer ab morgen ein Stück mehr begeistert sein kann.

Nu aber fühl ick mich wie ein abjeschältet Hühnchen, ohne Federn in ein Wellnesskochtopp jestopft. Und dit nich mal alleene.

wellnessoase

Jut, nu is Samstag und Tag der Katakombe in KW. Wer kommt, hat Freude.

Foto

Nachdem ick jez etliche Tage damit verbracht hab, der Lesung Inhalt zu verpassen – Literatur durchstöbern, Songs ermitteln, Soundprogramme malträtiern, Mitmenschen geißeln und all sowatt – machik heute mal watt andret: Martini ins Jefrierfach legen und am späten Nachmittach dann anner Kugel Martini lecken, lutschen.

Wenn die ersten been Lesungen am Wochenende dann erfolgreich absolviert worn sind, werdik mich dann mal an meine optischen Altlasten wagen: Fotos aus vergangenen Lebensabschnitte den Kisten und Kartons entnehmen, digital einlesen und jjf. dem Volk zeigen. Zu juter Letzt dann och in antimoderne Fotoalben kleben unze mir immer wieder ankieken. So wie meene Mama dit immer jemacht hat und janz bestimmt och noch heute macht. Meine Jüte, sie muß ja fast 30, 40, 50 Stücken davon, die Aufschluß über unter andrem meen Leem jeem. Und wennse so weiter macht, werns wool fast 100, also dreistellig. Ick weiß noch, dassik bei Album 16 ausjezogen bin. Apropos dreistellich – da fällt mir rein vom Wortklang dreilich ein und er, der Herbert Dreilich, is inzwischen och schon seit 6 Jaaren nich meer da…

Ick merk schon, ick schreib meer als jewollt über dit zeitliche und menschliche Verjeen, länxt verjangene Vergangenheit, staubige Erinnerungen und sojar Tote und Nichmehrdaseiende – solltik mal innerlich überprüfen.

So und hier noch Jemüse, die JA zum Leem sagen:

Schamenkohl Fröschrika Wippignongs Pelikado Schwuccini



Treffen

Ick bin grade dabei, mich mit meinen Freunden aus meiner Schule, also Klassenmitgliedern und och Klassenohnegliedern zu verabreen. Dieset Jaar wolln wirs endlich mal zu nem Zusammentreffen schaffen – nach fast 30 Jahren. 30 Jahre!! Ick weeß – Muttchen winkt bestimmt wieder ab – watt sind schon 30 Jahre? Andre hingegen heben die Augenlider – watt? So ville? Brauch ick ja nochmal so viel Lebenszeit… Ja, da können etliche Sachen, Dinge und Andret passiern. Is ne Menge Zeit im Leben eines Menschen. Manch einer erreicht dit nich mal – 2 von meinen einstigen Schulkameraden sind schon jar nich mehr da – weg, hinüber, tot, nich mehr erreichbar. Man, is dit komisch, wenn ick mir dit recht überdenke.

Heute – ja, heute werdik mir wieder den janzen Tach Zeit für die Lesevorbereitungen neem. Ick bin auffe Suche nach mehr Musik, die Spaß macht und fetzt. Hab mir extraesk einen Mischer und ne Soundkarte jekooft, damiz nich immer so bekloppt lingt, wenn watt vom Band looft. Ja und dit Texte übersezzen fließt mir och nich so ohen Weiteret… Aber mir machz Laune, sowatt zu arbeiten. Also arbeizlos binnik nich.

Apropos 30 jähriget Jubiläum und arbeitslosEr hazz grade hinter sich.

Und der leckere, schorlche Pflaumenstreuselkuchen is nu och bald uffjezehrt – leider!

fast alle...

fast alle...


Karnickel

Ick hab bei Myspace ne B Kannte wieder jetroffen, die vor ca 22 Jahren noch Schulkind war, deren Musiklehrer mein damaliger Bassist bei Funkreich jewesen is. Völki. Klar hatter sich rein optisch och ein bissken verändert, also älter und och mümmeliger jeworn, aber noch immer mein Völki, der mit seinem Alla Breve Groove und hochjehenktem Bass steez die Eier vom Tisch wegjekloppt hat – ja, mir wars immer ne Freude, mit ihm zusammen musizieren zu könn! Völki is immer noch Bassist, macht solidet Handwerk inner Salonkapelle und ick hoffe, es jeet ihm jut. Achja – und da fallen mir sofort wieder einige meener Musikjugendfreunde ein, mit denen ick Zeit, Freude und Jeld jeteilt hab. Achim, der kleene und energische Trommler – nach Chicoree hamwa dann jemeinsam Funkreich fabriziert. Watter heute macht und opper immer noch so kleen is, mit schwarzen, explodierten Haaren, weiß ick leider nich. Vielleicht machter ja noch immer Musik? Uff dem Bild isser der zweete von links.

Warum Karnickel? Weiß ick nich! Vielleicht, weil ick grad an braune Zähne jedacht hab. Ja jut, Karnickel sind nich prädistiniert für braune Zähne, aber nach Schokolade vielleicht ja doch. Vielleicht, weils kaum noch watt zu koofen jiept. Wirklich, überalle leere Reh Gale, allet weg und irjendwohin jebonkert. Die Leute müssen och denken, hier is der Winter noch nich vorbei.

toll, eine Packung Möhrchen eine Stange Paprika... nix !! ick werd verrückt - Pilze...

Holunder

Holunder Honulder Hulonder Huldoren Herdunol Helondur Heroldun Hurelond Honulerd

so ville Variazionen. Und och noch ohne Sinn…

Varia Varia, das erinnert mich an ein Lied, watt wir, meene Jeschwistern und Muttchen, immer bei Abwaschen oder Uffräum jesungen ham. Und ick kann mich och noch daran erinnern, wie Muttchen uns zur Arbeit ran, also ne jute Arbeitsmoral erzogen hat: da wurden für uns Kinninx pro Woche immer Aufgaben auserkoren, die ein jeder machen mußte. Neem Abwaschen jabs noch Fegen. An Saugen war damals ja noch jar nioch zu denken und wenn, dann nur mir soner Kampfkrücke. Ja, dann noch Staubwischen, Bad sauber machen und andere häuslichen Kuriositäten. Je nach Können und Wollen sahs am N D der Woche dann och mittem Taschenjeld aus. Muttchen hatte da so ein Oktavheftchen anjelecht, in der am Amd dann die Auswertung vorjenommen wurde. Erledicht und jut jemacht wurde mit einem senkrechten langen Strich markiert – jemacht, aber nich so jut mit nem halben senkrechten und der quere Strich stand für unerfüllt, liegen oder stehn jelassen. Wer dit, watter machen sollte oder wollte, konnte am N D der Woche jetrost mit weniger Taschenknete rechnen. Wenn man dennoch watt wollte, ohne jut oder überhaupt jemacht zu haben, hat man heimlich in dit Aufgabenheft gleich aussehende Striche hinzu jemalt, die kenzeichnen sollten, das man doch watt jemacht hat. Aber die Rechnung hab insbesondere ick ohne Muttchen jemacht. Sie war ja nich doof – nee nee, sie konnte sich die Striche vom Vortach jut merken und hat mich dann immer streng mit ihrer Siebzigerfrisur anjekiekt und wieder jelöscht. Und ick gloob, sie hat mir dann dafür sojar noch nen Strafstrich jemacht – also einen halben oder janzen Juten abjezogen. Ja, so war dit. Aber mir hazz nich jeschadet – im Jejenteil – ick bin ein anständiger Piefke jeworn – sorgfältig, jewissenhaft, ordentlich, zuweilen pedantisch und pingelig, watt Sauberkeit anbelangt.

Und morjen verreise ick nach Peru, einfach so.

Hut aus Peru - Perhut


Kürze

Jute Laune

Sonnenkult

Habta keene

selber Schuld

poco

… dieset Motivationsding könnta im Zoojeschäft käuflich erwerm – isn Hundebeißdrops!

… und nich zu verjessen, den Damen und andren weiblichen Andren: HOCH HOCH HOCH

Igel

Ein G Dicht – ein Klassiker:

Wenn sich die Igel küssen, dann müssen, müssen, müssen sie ganz, ganz fein behutsam sein. Wenn Stachelschweine küssen, dann müssen, müssen, müssen sie ganz, ganz fein behutsam sein. Wenn Elefanten küssen, dann müssen, müssen, müssen sie ganz, ganz fein behutsam sein. Wenn Krokodile küssen, dann müssen, müssen, müssen sie ganz, ganz fein behutsam sein. Wenn sich die Menschen küssen, dann müssen, müssen, müssen sie ganz, ganz fein behutsam sein. Auch Kinder dürfen küssen, doch dann müssen, müssen, müssen sie ganz, ganz fein behutsam sein.

Igelnasen sind besser als Parallelmückenstiche.

So und damit keiner denkt, ick mach nischt meer, um weiterhin interessant, lukrativ und beliebt zu sein , mach ick jez nischt weiter, als darüber nachdenken, wie ick dem mir gerade selbst unterstellten T Ma entkomme. Mach ick aber erst morgen. Muss ja nachdenken.

Auswertung

Jean Michel Jarre ? Ja! Echo? Ja! Torgelow? Nein! Und nu könnt ick euch alle auf diesen kurzen, dennoch prägnanten Aussagen sizzen lassen… machik och. Fast. Ick geep euch Aufschluss und lasset letztlich doch unkommentiert. Mit nur ein paar Bildern, die ihr alleene und entsprechend zuordnen müßtet, verabschiede ick mick jez schon wieder aussem Tag und hoffe, ihr hab ein schönet Wochenende. Habta?

Johannes Michael Jarre 01 Ekko 01 Landschaft... Johannes Michael Jarre 01 Ekko 02 Ekko 03

Ja und zum Artz mussik mit Krümeltochter och, weil sie hat entweder Tollwut oder is letztlich vom Zaanpastavampir jebissen und entsprechend zu einem solchen mutiert:

Zaanpastavampir

Und dit hab ick och grad nochjefunden – ne knappe Minute vom kleenen Mann aus Frankreich uff seine dünne Beene – Johannes Michael der 1.


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