Ick erinnere mich noch gut daran, dass fast alle meine Kinderjartenfreunde in havelländischen Städten, wie Rathenow, Friesack, Fehrbellin oder Nauen woonten. Und immer, wenn ich dann am N D vom Wochenende nach Hause jebracht wurde, schimpfte mein Papa mit mir und darüber, dass mein ganzer Kopp voller Dreck und Kieselsteine war. Dann hatta meine H Re ausjebürstet und dit tat wirklich W. Eines Tages hatte ick dazu einfach keene Lust mehr, mir die Haare auskremmen zu lassen und schnizze mir ab, die Fransen. Grade heute denk ick daran, weil dit Haare kremmen ja jar keene Rolle meer in meim Leem spielt, dit Lesen in Kremmen hingegen schon. Jestern war ick da, im kleenen Kleinod, dem symphatischen Theater tiefste Provinz und watt war dit wieder jemütlich?! Ick darf nich verjessen, mein Mütterlein mit meinem Mobiltelefon anzurufen um ihr davon zu berichten, wie tollz da war.
Wo is dit eijentlich, mein Mobiltelefon? Ixuch dit grade… mein Jott, warum kanns keen Leem ohne sowatt jeem, dass mans nich immer suchen muß? Wißt ihr eijentlich, dasset Mobiltelefone schon seit Anfang der Achtziger gibt? Seit 1983, um g.nau zu sein. Das Dynatac 8000x von Motorola war das 1. kommerzielle Mobiltelefon und hat schlappe 3.995 Dollar jekostet. 1984 hatten sich b.reiz 300.000!! Menschen diesen Urvater des modernen Dynamic Adaptive Total Area Coverage Mobiltelefons erworben und wenn man dit jez mal zusammenrechnet, kann man versteen, warum Motorola so reich jeworn is. Dit sind einfach mal knappe schlappe 1,2 Milliarden Bouletten.Und watt die Telefonsateliteninhaber durch die Trölfzichbillionen Einheiten Unterwextelefonieren und Nachrichtverschicken in den verjangenen Jaaren noch dazu verdient ham müssen?! Alleene 2008 ham die Herrschaften Bundesbürger Bundesbürger 29,1 Milliarden einfache Textnachrichten verfasst und abjesimst. Trozz Flettreez ham die Kassen bestimmt jut jeklingelt. Ein Meechen in den USA hazz mal uffe Spizze jetriem und mit ihrem Papa jewettet, dass sie über 10.000 Nachrichten innerhalb eines Monazz rauszuballernb schafft. Papa hat kurz im Kopp nachjerechnet – Schlafen, Schule, Freunde, Essen usw – hat dajejen jestimmt. Und verloren. 14.528 Kurznachrichten in einem Monat, dit sind 484 Dinger pro Tag, also knapp aller zwee Minuten verließ ne Kurzmitteilung ihr Mobiltelefon. Wirz eines Tages wieder einmal ein Leben ohne sowas geem?








Dit is aba N schicka Funkziegel!!!
Ist es nicht schön, wenn es Väter gibt, die unfrisierten Knaben die langen Mähnen kämmen? Nachher hatten alle Kerle bei uns den Igelschnitt – verpaßt vons de Mom! Sozusagen Konflikvorbeugung!
So ein “Handy” hatte ich auch mal – habe es eher als Waffe gegen aufdringliche Typen verwenden können…
Schon wieder ein schaden an dem Schmuckstück von Auto? So’n Schiet!
Funkziegel
Sieht mir eher wie ein Atomkraftwerk für unterwegs aus. Danke für den genialen täglichen Alltagskram, Gero.
Grüße aus Großenhain
Udo
Du hast “Telefonsateliteninhaber” geschrieben. Und “Bundesbürger Bundesbürger”.
Ansonsten: ist echt Wahnsinn, wie die Handys unsern Alltag beherrschen (zumindest den der meisten Menschen, ich brauche meins meistens nur 2-3 Mal die Woche…)
Ach deswegen haste nich jeantwortet!
In Kremmen hab ich durch Dich Alf kennengelernt!…Das Theater Tiefste Provinz ist schon toll!Und das Aftershow-Essen bei Scheunen-Ute!…ach wär ich gern dabei gewesen!