Desinteresse

Ick hab in meinem einzjen Fotoalbum von 1984 jeblättert und Bilder jefunden, über die ick seer jelacht hab. Nich zuletzt über mich. Man, wie sah ick damals aus? Wie sahn wir alle damals nur aus?? Und wie konnte dit sein, dass man sich jejenseitich attraktiv fand, dass zum Beispiel ick damals Mädchen kennlern konnte? Jeet eijentlich jar nich – so, wie ick aussah? Meine Fresse… und damit meinte ick nich meine rote Frisette, die die mich zum Ketchupexperten aussem Allendeviertel machte, sondern noch anders…

Na jeenfalls habik 3 Fotos von 3 meiner Nichten und Neffen jefunden und einjescannt, die ick nunmehr der Öffentlichkeit preisjeep. Und ick ergänze: grade dit wird kaum Jemanden interessieren, als ausser vielleicht meene Mutter oder die Mutter Derer. Vielleicht die Diejenigen selbst noch, jut möglich.

Neffe Dani Nichte Stephie Nichte Maria

Hiermit is mein Tagebucheintrag beendet :-)


Prüfe


Wißt ihr eijentlich, watt Indolenz is? Nich Inkontinenz oder Inkompetenz, sondern Indolenz? Indolenz bedeutet Unaufjeschlossenheit, Apathie. Und wißt ihr och, watt, watt Furor is? Nee? Wißta nich, oder? Wißta doch? Buena Wißta Social Club, Wißta [ˈwʊstəˌʃɪə-] Sauce…

Mir sind jestern indolente und furoröse Menschen während meiner Müggelseeumrundung begegnet. Also ick trullere da auf meinem Postrad lang, janz jemütlich und rechts jehalten und plözzlich schießen 3 studentisch Zujereiste an mir vorbei, höchst aggressiv auf den zu sportlichen Cruisern umjebauten Fahrrädern mit 49 Jängen, deren letzter Jang waarscheinlich einjestellt war, um mit 63 km/h und somit in 25 Minuten komplett ummen Müggelsee jefaarn zu sein… und da hörte ick sie plusten: Man, der Prof war absolut uncool, totalet Arschloch. Erst machter uff Kumpel und dann läßter een durch die Prüfe sausen.

Aha. Diese Art Jespräch hat mich dann doch näher interessiert, insbesonders, watt solche Knilche wool studieren? Und so fuhrik dicht genug ran, um sie zu verstehen. Der eine war janz zufrieden, weil er die Prüfe wool bestanden und keinen Grund zum fauchen hatte. Die beeden Andren aber kreierten neue Fremd- und Schimpfwörter, die sie dem  Prof überhalfen. Watt studiern die nur – habik mich jefracht? Nach ein paar Folgesäzzen war allet klar: sie kamen aussem Studium für Abfallentsorgung / Meliorationswesen. Wirklich! Aachen war Studienort, Rheinisch Westphälische TU Aachen is jefallen und kombiniert mit den Schlachworten radioaktiver Abfälle, Schwefeljehälter, Mülldeponien, Altölentsorgung, Bewirtschaftung von Ödländern, Wassermangel und so weiter. Und dasse ihrem Prof dit Schlimmste vom Abfall wünschten. Da dachte ick mir – watt is dit Schlimmste bei denen? Ick meine, ick weiß, dass Lehrlinge, die in den Abwasserkanälen zu arbeiten beginnen, eine Art Scheißetaufe machen müssen.

Und hier meine Bilder zum T Ma:

fahrräder kanalarbeiten


Kaken

Jestern warn die Küken überschriftisiert – heute sinz oder isset Kaken. Man behauptet, dass Katzen Kaken können, Kaken kann aber och niederländisch sein und kann dekliniert wern. Ob mans braucht, is irrelevant – ick wollz nur mal jeschriem ham.

Heut sezzik mir einen Hut uff und faar mit ihm durch Friedrichshagen. Gloobta nich?

hier der B Weis

Ja und mit diesem Hut binnik jejen die starke Sonne jeschützt, die janz sicher jenau da scheinen wird, wo ick bin oder sein werd. Ick mach heute neemlich nischt, as ausser Ausruhn, Entspannen, Jutjeenlassen. Soo loofik beispielsweise mit meene Beene über grüne Wiesen und meen Blick fäält uff Krokanten, Schneeglocken und vielleicht ja sojat Schmetterlingsblüter – ach schööön.

Kroküsse

Und weerend ick dit allet mache, müssen die Meisten von euch arbeiten jeen, richtich?

Küken

Junge Mädchen, alte Mädchen, alle Mädchen…

S is Frühling und die meisten von Ihnen wollen ihre Fröhlichkeit unter den immer leichter werdenden Blusen veröffentlichen. Aber warum tragen sie denn dann Blusen? Und hat die Bluse was mit der Musikrichtung zu tun? Dürfen also nur Mädchen aus der afroamerikanischen Gesellschaft so ne Obertrikotage tragen?

Ick war jestern einkoofen – Blumen fürn Balkong! Zum Beispiel Balkonwicken. Da fällt mir uff – wie kann man denn bitte eine Blume Wicke nennen? Is die von Ulrich Wickert erfunden worn, oder fördern die den Jeschlechtstrieb? Oder sind die nach diesem Song benannt? Oder diesen?

Balkon Wicken

Ick konnte mich in der großen Vielfalt und Auswaal kaum entscheiden und weils so ville Blumen jab, habik mich schließlich für Jemüse und Kräuter entschieden, zum Beispiel, Radieschen, Tomaten, Zucchinis und Möhren.

aha soso

Naja, Lavendel und Rosmarin natürlich och… ja und damizz dann richtich Fühling auffem Balkong wird, habik mir dann noch einen Kükenstall zum auffem Balkong installieren jekooft, mit kleene Küken drin. Nee, keene Hühner. Hühner sind zum einen zu groß und zum andern wissense nie, wazze anziehn  solln :-)

Kükenstall


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eine Pyramide mit Stumpen

Kanntik bislang noch nich. Ihr och nich? Na dann klickt mal den Link hier an, dann landet ihr im Forum Freibrief.net und mit etwas Runterscrollen auf dieset Bild von mir und ein Forumschreiberling kommentierte dit als Pyramide mit Stumpen.

janz großet Modebewußtsein

so sah ick aus, als ick für meen Freund Pinsel einen Umzuch jemacht hab. BMW Testfahrerklamotte aussen Siebzigern und damit janz weit vorne mit meinem Modebewußtsein während der Arbeit.

Ick hab grade mal in die Statistik meiner Seite jekiekt. Och, wenn dit mit meinem Plan nich janz hinjehauen hat – täglich meinen Tagebucheintrach zu machen – fast aber schon. Dit liecht daran, dassik an einigen wenigen Tagen 2x watt veröffentlicht hab. Manchmal jedacht, manchmal aber och aus Versehn. Somit liegik bei 270 Tagen online und 276 Beiträgen uffjerundet bei 1,02 Beiträgen pro Tach. Mit 1.438 Kommentaren zu alledem schreibik ermittelte 5,66 Kommentare täglich jut. 45.508 verschiedene Besucher warn da – findik jut!

Und wattik noch jut finde – heute is schon wieder Samstag…

Nuffnuff

Wenn man sich wool fühlt, sollte man am Halse einer Frau mit seiner Nase Nuffnuff machen können – schnuffeln, knispeln, fisilitieren. Und nu fragt ihr euch – watt is datt denn? Na fisilitieren!! Filisitieren – klingt am Anfang wie viel. Viel – so jewesen jestern im Friedrichshagener Bräustübl. Keen Plazz meer leer, nischt möglich mit jeen wa mal hin und kieken wama, watt los is - nee, die, eben jenauso so kamen, ohne vorzubestellen, mußten wieder wegjeen. Mit all den Denjenigen, die sich im Vorfeld das Platzrecht erkauften, hatten wir einen juten, tollen und fast dry-stündigen Amd. Und watt habik mick über die Anwesenheit von Janet & Joro, Alf, Christinchen, Henk, Jule, Elzi Stiefel, Ina, Marco, Chrisch Chrasch jefreut – und ick könnte noch so ville weitere Zeilen schreim, in denen Namen uffjezeelt wern, die den werten Lesern ja jar nich interessiern…

Na jeenfalls waat wunderschön und der tendenzielle R Folg schwappte janz flott in die Nachbarbezirken und Nebenbereiche, aus denen im Anschluß Menschen kamen, die mir gratulierten, Hände schüttelten und sich für das künstlerische Engagement bedankt ham. Na so is man doch jerne Künstler.

Ja und jez muss ein bissken Tag vergeen, bis ick mit Frau Ivers und Frau Rohde nach Rüdersdorf fliege, um dann im Dreierpack bei… Ha, dit hättet ihr wool jerne jewußt, watt da passiert watt wir da machen , oder? Könnta aber verjessen – war, is und bleibt unser Jeheimnis !!

Und watt keen Jeheimnis is – mir is grad ne janz dicke Fliege übern Kopp jeflogen – nu is definitiv Frühling!

Bräustübl

Also dit is schon eine Fee, ein No, eine Mähne – dieset janze Myspace- und Facebookding. Andauern findet man einen Anlass, da rin zu kieken, watt rin zu schreim und bei Andren zu glozzen. So und nu bitte ick jezze allemann, allefrau, allekind und alle Andren och, zumindest Diejenigen, die noch nich drin oder dran sind, euch da anzumelden und bei Facebook oder natürlich och Myspace mitzuwirbeln.

Ja, es hat watt jenutzt – nach einigen Radiowerbesendungen kamen etwa 45.678 mehr Menschen, als überhaupt erwartet inne Magdeburger Feuerwache. 8.765 von ihnen mussten wieder nach Hause oder woanders hingeen und ham somit nur ne Chanxe aufs nexte Mal, wenns wieder heißt: Stumpen und Buzz Dee machen watt – dit aber wird erst am Ende des schönen Jaares stattfinden.

Für Liebhaber unserer 1. und 2. Staffel, die ihren Woonort in Berlin ham, bzw. den Weg dahin nich scheuen, um eben dieser am heutigen Amd im Bräustübl am Berliner Müggelsee mit andren Interessierten und Feierfreunden neem jutem S N und ein paar Fläschchen Martini Bianco oder Prosecco beizuwohnen… da funktioniert übrijens noch dit Prinzip von Mitbringen und Vorlesen lassen. Ach, ick freu mick druff.

Müggelsee – Wasser – Wald – Holz – Borke – Rinde. So soll an dieser Stelle mal meine Kausalkette sein. Icvk weiß ja nich, ob ihr dit jeseen, jelesen oder anders mitbekommen habt, aber diese Jeschichte is ja wool eine Naturmaßnahme, die man wirklich Niemandem wünscht. Meine Jüte, ick war festjewurzelt, wenn manb dit in diesem Zusammenhang überhaupt so sagen darf… Dede, der Baummann! Da sind mir mein Bart und die paar Rückenhaare uff eema jar keen Problem meer.

Im Übrigen, wenn Jemand behauptet, der Schnee sei nu endgültich weg – der lügt und hat keene Ahnung. Bei mir auffem Hof, hinterm Carport, hab ick soeem noch watt entdeckt. Langt zwar nich meer fürn Schneemann oder ne Rodelei, aber immerhin…

von wejen weg - hier war noch watt

… und dit da dran is keene Kcke, sonnern Matsch, Pampe, Dreck, nasse R D.

K.F.P.K.

Uff eema is allet so bunt um mich rum… die Menschen ziehn sich wieder rote, jelbe und hellblaue Obertrikotagen uffn Leib, die Buxen wern kürzer, lustiger und dit Schuhwerk bereitet sich och uff den Tach der offnen Tür vor. Findik juzo.

Mit Flip Flops anne nackchen Füße, Mickymouse Shirt und Knickebocker in azurblau übern körperlichen Rest jezogen, werdik mich heute ins Auto sezzen, um am späten Nachmittag inner Börde zu landen. Buzz Dee hat sicher immer noch seinen Supermanmantel an – eine Art Schutzhülle jejen allet, 122 Kilogramm schwer, mit Leder und Steinen vernäht… ja und so wern wir lustixein und den Feuerwachebesuchern den Amd verzuckern. Mal kieken, ob die sputnikeske Radiowerbung watt jeholfen hat…

ne Märzblume

Und dieset herrliche Frühlinxjewex ham mir Frollein K. und Herr F. aus P. mit nach K. jebracht. Is dit nich schön?

Badehose

Ick leg mich inne Wanne und bleib da och den janzen Tach drinne liegen, entspann mich und meene dicken Waden. Ja, dit hättik jestern dschon machen wolln und müssen – jing aber nich, ick war neemlich fleißch, indem ick für und mit meen Freund Pinsel einen Bibliothexumzuch jemacht hab. Soll heißen – Hundertschaften Kartons voller Bücher und nix Andret. Milliarden von mit Druckerschwärze beschriebenen Seiten, uff denen Sinn, Inhalt, ab und an vereinzelt och bunte Bilder verankert warn. Also Pinsel muss sich keen Buch meer koofen – Pinsel hat jez allet.

Ja und dit jestern, die Lesung inner Kremmener tiefsten Provinz war wieder schön. Nich nur, dass wir uns jejenseitich über uns selbst jefreut ham, weil dizzo schön fluffich war – ick meinte die Tatsache, die schon erstaunlich is, wie seer die Sonne Einfluss auf dit Befinden der menschlichen Jesellschaft hat – kaum isse da, jippz keene Muffelköppe mehr, da lachense alle, kieken fröhlich inne Landschaft rum, loofen irritiert zwischen de Bäume umher, riechen und tun so, als wenns da watt Besondret jäbe – Frühling nennse ditte.

Und, war schon wer baden?

Samstag

Heute is ein wundervoller Tag – Samstag. Und heute nehm ick mir frei. Ausser vielleicht, man klärt mich uff, dass keen Samstag is – dann mach ick mich och uff nach Kremmen und les da watt vor. Und Buzz Dee kann ja watt auf seiner Jitarre klimpern. Na, wie is?


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