Holunder Honulder Hulonder Huldoren Herdunol Helondur Heroldun Hurelond Honulerd
so ville Variazionen. Und och noch ohne Sinn…
Varia Varia, das erinnert mich an ein Lied, watt wir, meene Jeschwistern und Muttchen, immer bei Abwaschen oder Uffräum jesungen ham. Und ick kann mich och noch daran erinnern, wie Muttchen uns zur Arbeit ran, also ne jute Arbeitsmoral erzogen hat: da wurden für uns Kinninx pro Woche immer Aufgaben auserkoren, die ein jeder machen mußte. Neem Abwaschen jabs noch Fegen. An Saugen war damals ja noch jar nioch zu denken und wenn, dann nur mir soner Kampfkrücke. Ja, dann noch Staubwischen, Bad sauber machen und andere häuslichen Kuriositäten. Je nach Können und Wollen sahs am N D der Woche dann och mittem Taschenjeld aus. Muttchen hatte da so ein Oktavheftchen anjelecht, in der am Amd dann die Auswertung vorjenommen wurde. Erledicht und jut jemacht wurde mit einem senkrechten langen Strich markiert – jemacht, aber nich so jut mit nem halben senkrechten und der quere Strich stand für unerfüllt, liegen oder stehn jelassen. Wer dit, watter machen sollte oder wollte, konnte am N D der Woche jetrost mit weniger Taschenknete rechnen. Wenn man dennoch watt wollte, ohne jut oder überhaupt jemacht zu haben, hat man heimlich in dit Aufgabenheft gleich aussehende Striche hinzu jemalt, die kenzeichnen sollten, das man doch watt jemacht hat. Aber die Rechnung hab insbesondere ick ohne Muttchen jemacht. Sie war ja nich doof – nee nee, sie konnte sich die Striche vom Vortach jut merken und hat mich dann immer streng mit ihrer Siebzigerfrisur anjekiekt und wieder jelöscht. Und ick gloob, sie hat mir dann dafür sojar noch nen Strafstrich jemacht – also einen halben oder janzen Juten abjezogen. Ja, so war dit. Aber mir hazz nich jeschadet – im Jejenteil – ick bin ein anständiger Piefke jeworn – sorgfältig, jewissenhaft, ordentlich, zuweilen pedantisch und pingelig, watt Sauberkeit anbelangt.
Und morjen verreise ick nach Peru, einfach so.








Ja, ja Mutti iss die Beste, sach ick ooch imma-obwohl wia Zwee wahrscheinlisch vaschiedene Muttisn hatten- abba wehe “Wenn Mutti früh zur Arbeit geht…” Dann hab ick nemlisch oft vaschlafn oder annere Faulenzereien praktiziert.
P.S.: Und wennste dann in Peer Ruh bist, jrüß mir janz lieb ditt Lama in Lima!
Varia, varia, ho! So hieß das! Und: Du hast den Abwasch vergessen – damals gab’s noch keine Spülmaschinen, zumindest nicht in unserem Haushalt… Aber ehrlich – war ne tolle Zeit, und wie Du schon schreibst – unbedingt geschadet hat es nicht… Obwohl ich mich beschimpfen lassen mußte von den sozialistischen Pädagogen wegen des “leistungsabhängigen” Taschengeldes…