Bett

Watt macht man, wenn man in einem janz teuren Hotel nich dit Bett bekommt, watt man sich doch neem der Vorstellung, dass dieset teure Hotel nur solche tollen Betten ham kann und nich nur Schlafspalten, Hostelritzen, Nightlinerkombüsen oder menschliche Aufbewahrungstaschen? Nischt, richtich. Man leecht sich mit Grummel und schwerem Atem da rin, wo dit sich halt anbietet und versucht die Nacht bis zum Frühstück ohne Rückenleiden, ausjebrochenen Zähnen, weil man aus jener Vorrichtung rausjefallen is, zu überstehn. Und wenn dit Frühstück och kackig is…

Jeenfalls war dit jestern nich unbedingt dit schönet Kulturerlebnis, watt wir hätten ham wolln. Der Grund dafür war, das nischt war. Wir ham eine Unmenge an Zeit rumjewartet, Martini jeschlürft und letztenendes absagen müssen, weil die Werochimmer nich den Zeitplan vor Augen hatten, damit wir pünktlich um- aufbauen und ufftreten konnten. Fazit: wir standen eijentlich nur rum und andre och. Ick hab zwar janz ville Menschen jesehn, Freunde, B Kannte und Kollegen ausse Kunst. Familientreffen sozusagen, aber künstlern konnten wir nich. Einzig schön, dass wir Ende September wieder da sein dürfen. Nur nich inner oder anner frischen Luft, sondern im Musikzentrum. Vielleicht kommt ihr, all Diejenigen, die heut och da warn, och wieder hin?! Rein zum Ankieken habik ein Band-to-Bandfoto: Birth Control und Halbknorkator:


Und jezze? Und heute? Und nu? Der Tag besteht aus Nachhausefahren, Nachhausekommen, Uffräumen, Saubermachen, Badenjeen und Pornoskieken. Oder och nich. Vielleicht komponier ick och ein Lied. Oder denke drüber nach, ob ick euch in den nexten Tagen die Uraltversion des Titels Ich hasse Musik vorspiele. Die hieß neemlich nich Ich hasse Musik, sondern Ick will Porno. Und apropos Ich hasse Musik – uff dieser LP steckt ja der Song Ma Baker und wenn allet jut jeet, findet sich dieser bald in Frankreich wieder. Cela me rend fier.


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4 Responses to “Bett”

  1. DerBo sagt:

    Tja Stumpen,

    schade, das es für mich als Fenn im fernen und niederen Sachsen dann doch eher selten vorkommt, Euch sehen zu könn. Insofern war der Abend für mich zu vergleichen mit deim Frühstück… kackig. Da wer ick doch lieber zu Hause geblieben und hätt Pornosgekiekt, wär auch billiger gewesn. Und Septemba bin ick selba auf Tour, wirt also wieda nüscht.

    Dennoch hoffnungsfoll: Bis demnäxt,
    DerBo

  2. Rock-Mom sagt:

    Dit allet hättste ooch ohne 600 kilometer Fahrt hm können – und dann noch n nem ordentlchet Bett!

  3. Larsen sagt:

    ochnee nö, wie bescheuert ist dat denn… verpeilt, vergeigt, verplant. noch trostloser, als ich mir ausmalen konnte. hatte eher ne knapp kalkulierte anreise und stumpen im stau vor braunschweig vor augen…

    naja, hätt ich mir aber schon denken müssen, als mich das fortgesetzte bemühen hamburger musiker auf stumpens designiertem podium irritierte, und ich nach leesung frug: ein brückenwächter nur wusste nur, dass auf flusses anderer seite apokalyptische reitlehrer spielten und verwies an: kasse. dort war das programm aber schon VERKAUFT – und damit offenbar das komplette veranstaltungswissen. ah nung slo sigk eit !

    und so dachten künstler und ihr publikum in einträchtiger harmonie: wofür bin ich jez eigentlich extra hergekommen. rumstehung, abwartung und … nixe ische – von der backe wische

    na hoffentlich im september

  4. Wapitikaktus sagt:

    Moin Stumpen,

    traurige Grüße aus dem hohen Niedersachsen! Wie gerne hätte ich Dich als Künstler künstlern geseh’n. Leider, leider wurde daraus nüscht. Habe eine wertvolle Stunde meines Lebens vor der Kulturbühne auf der Bierzeltgarnitur gesessen und mir odeville angucken müssen. Und dann erfahrn, dass Feierabend ist, weil zu wenig Zeit und die Anwohner mosern und auch darum weil deshalb. Hätte ich noch eine Kindheit, dann wär sie jetzt zerstört!

    Dein enttäuschter Fenn,

    Wapitikaktus

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    keine Termine