Politik

Wer sich nich für Politik interessiert, kann gleich wieder wegklicken!

Manch Eener weeß ja, dass ick nach außen hin keen unbedingt politischer Mensch bin. Dit hat insbesondere damit zu tun, dass ick nich durchsehe, mir die Zusammenhänge zu kompliziert sind. Mir is dabei wichtich zu erklären, dass ick schon interessiert bin, aber nich in der Lage, diesen janzen komplizierten Komplex zu verstehen. Inzwischen hab ick och verstanden, warum man dit studieren muß.

Ick kann nich leugnen, dass ick zumeist wirklich richtich schlechte Laune bekomme, weil die Dinge, die in den Medien abjehandelt wern, nur zum Kozzen sind. Uff der janzen Welt finden nur noch Sachen statt, mit denen ick allet andere bin, als zufrieden und die in meinem kleenen Leben nich stattfinden. Dit Wort Politik wird bei Wikipedia als Angelegenheiten beschriem, die die Einrichtung und Steuerung von Staat und Gesellschaft im Ganzen betreffen. Aufgaben, Fragen und Probleme, die den Aufbau, den Erhalt sowie die Veränderung und Weiterentwicklung der öffentlichen und gesellschaftlichen Ordnung anbelangen. Is doch mal ein dollet Ziel. Nur, dass dit keener der Volksvertreter nachvolziehbar und abrechenbar definiert und jeschweige denn mit seiner Kunst, den Staat zu führen erreicht. Ick kenne keinen Politiker mehr aus der heutigen Zeit, der in der Lage is, für ein janz normalet Jehalt Jutet zu tun. Niemand Niemand Niemand. Vergangen is die Zeit, in der aus einem politisch desaströsen Umstand resultierend Führungskräfte noch Kräfte hatten und mit einem unumstößlichen Ideal für etwas zu kämpfen wußten. Es sind zumeist Regime- oder Regierungsgegner, die sich mit dem Prädikat “sozial” schmücken dürfen. Warum is denn dit so? Isset unsere Leidenschaftslosigkeit oder isset unsere Leidtragfähigkeit.

Dit letzte, watt ick lesen konnte, war wieder ein B Richt über den Umgang mit Jeld. Trotz anjekündigtem Sparkurs will unsere farblich, aber inhaltlich nicht mischbare Koalition für die Vermarktung ihrer eigenen Arbeit doch noch ein bissken mehr Knete ausjeem. Für die Öffentlichkeitsarbeit sind in allen Ministerien drastisch höhere Ausgaben veranschlagt – größter Einzelposten is der Etat des Bundespresseamtes mit 16.000.000 !! Bouletten. Dit is doch Scheißendreck – wie immer  plädiernse fürt Sparen, insbesondere im Sozialbereich, uff der anderen Seite mogeln se sich wieder und noch ein paar Milliönchen untert Koppkissen, damizze besser schlafen. Ick frage mich, wie ein beleidigter, inzwischen ehemaliger Bundespräsident sich leisten kann, einfach Knall uff Fall seinen Posten hinzuwerfen, sein Jehalt aber bis zum Lebensende weiter bezieht, einschließich Dienstwagen, Büro und Sekretärin. Dass sich durch unsere Herrschaften Politiker unfassbare Schuldenberge anhäufen  und dann in unausstehlichem Jephasel über Generationengerechtigkeit schwadroniern?! Mich widern Menschen an, die von millionenteuren Stadtschlössern träumen und dennoch zulassen , dasset in Schulen und Kindergärten rinpladdert. Die unser Jeld verpulvern, unsern Jürtel aber immer enger zu schnallen wissen. Watt und wer berechtigt eijentlich diese Menschen, uns so assozial zu behandeln?
Danke fürt Lesen…

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8 Responses to “Politik”

  1. Miss unjeduld (Anja) sagt:

    Wollte eigentlich wegklicken weil Politik mir zu kompliziert is und ik kapiers och nich besonders jut
    aber trotzdem hab iks mir durchjelesen und finds jut wat du jeschriebn hast.
    It wird am falschen ende jespart und zwar bei de Kinners.
    Vielleicht sollte man auswandern..woanders klappt dit doch besser als wie hier!

  2. Herr Doktor sagt:

    Wat soll ick sagen. Wenn ick wat sach heisstet doch gleich “Ach, du hast doch keene Ahnung!” oder, noch übler “Du bist Hartz Fooor, geh erstma arbeiten, Faulasakdu”….

    ick sach wie ick et fühle:

    Wir gehen seit Jaarzeenten einer Bande von Kriminellen (und das beschränke ich nich uff eene Partei alleene) uff den Leim, die sich selbst versorgt, dieses Land dabei schön über die Grenze des Machbaren fährt und da der Deutsche obrigkeitsgeil is, wird die Faust inner Tasche jeballt…du hast es wunderbar ausjedrückt mit Leid-enschaftslosigkeit/-tragensfähigkeit. Wie man weiss, kann man hierzulande ganze Bevölkerungsgruppen systematisch auslöschen, und hinterher hat keener wat jewusst und jeseen. Zwar wiederholt sich SOWAT bitte hoffentlich niemeer, aber ooch heute, ooch wenn – dieser deutsche Spirit is jeblieben, Faust inner Tasche jeballt, weggeguckt und zu Befehl jawoll mein Herr.
    Bedient wird sich heute keines Herrn Goebbels meer, aber einer jewissen Zeitung…und da man besagtes Jeld zum Verpulvern eem woherhaben muss, macht diese Zeitung hin und wieder dann Wind gegen die Sozialschwachen oder wo’s grad lobbymäßig passt, mit der Begründung, die haben zuvill, die wollen ja alle nich. Geschickt wird dann noch der Arbeitende abkassiert, damit der ooch immer wenijer hat, so dasser denkt, die die nüscht ham, neemens ihm. Das Schlimme is ja: Die die ZUVILL ham, neemens…
    Es fehlt aber ooch an Wahlalternativen, und Protestwaal braun is für mich kein Weg.

    Ansonsten, der Onkel Rummelsnuff hat schon Recht wenn er singt: “Es wird hier wie in den USA”…

    Ich hoffe, ich bin keinem aufn Schlips jetreten, danke auch fürs Lesen und Versteen meines Standpunktes.

  3. Berlinerin sagt:

    Naja, im Endeffekt lassen wir es ja zu. Wir wählen, weil es uns alles zu kompliziert wird, die Partei, die uns am wenigsten widerstrebt. Ich glaube bis auf einige Grünwähler gibt es nur noch wenige, die wirklich für diese Partei flammen, die sie letztlich wählen.
    Das Recht auf freie Mitbestimmung, Parteizugehörigkeit und Gründung einer Partei nimmt ein Großteil von uns erst recht nicht wahr. Das ist aufgrund dieses festgefahrenen Politikbetriebes Deutschland zwar verständlich, aber letzten Endes der falsche Weg.
    Demonstrationen finden fast ausschließlich im kleinen Kreise statt. Entweder marschieren die Rechten auf, was man als gebildeter Mensch erstmal grundsätzlich nicht tolerieren sollte. Zur Gegendemo rufen die Linken. Solche Veranstaltungen werden oft für den Anwesenden gefährlich, weil es immer mehr Idioten gibt, die eine Demo nicht als politische Bürgerplattform nutzen, sondern als Möglichkeit wieder zu randalieren. Oder ist es etwa wirklich politisch überzeugend, wenn ein linksautonomer die Scheiben eines Gebäudes einwirft? (heißt nicht, daß ich der extremen linken Bewegung ihre Überzeugung nicht abnehme)
    Dann flammt alle paar Jahre mal eine Umwelt- oder Datenschutzdemo auf und das wars. Für die scheinbar “einfachen” Interessen des Bürgers gehen die Massen nicht auf die Straße. Tausende treffen sich, um für einen besseren Datenschutz zu demonstrieren. Von einer Demo, die einfach nur einen vernünftigen Umgang mit unseren Steuern fordert, hört man nichts.
    So bitter es klingt, aber solange wir den Hintern nicht selbst hochkriegen (das geht nicht gegen dich, lieber Stumpen, es trifft ja auch auf mich und viele andere zu), werden wir nicht viel ändern können.
    Das größte Dilemma liegt doch darin, daß unsere Kinder und Jugend immer mehr verblöden. Sicher nicht dein Kind und von meinen noch nicht existenten Kindern gehe ich auch nicht davon aus, daß sie mal ohne Abschluss die Schule verlassen. Aber es werden immer mehr. Respektlos, ohne Wertschätzung… Und die sollen ja mal unser Land führen.

    War das jetzt zu ernst für diesen Rahmen???

  4. OSDN sagt:

    Gut geschrieben! Man kann nur noch die Krise bei den Machenschaften der “Herrschaften” kriegen.

    Es ist eben Kapitalismus! Schade das dass Volk sich so untereinander ausspielen lässt. Scheinbar haben wir vergessen, dass wir etwas ändern können. Aber “Schlaaaand” rufen und nicht mitkriegen was gegen uns beschlossen wird. Stichworte: “Brot und Spiele”, “dummes Volk regiert sich gut”, “die Masse in kleine Gruppen zersplittern”, “wo anders ist es schlimmer”, “ich kanns doch auch nicht ändern” u.s.w.u.s.f. .

    Als Beispiel zum guggen, was die derzeitige Situation erklärt: http://www.letsmakemoney.at/

  5. Rock-Mom sagt:

    Das ist mir aus dem Herzen geschrieben! Und zwar sowohl von Dir, Gero, als auch von den Kommentatoren! Ich denke, dass es einen ganz einfachen Nenner gibt. Und der heißt Geld und Profit! Die, die das Geld haben, die haben auch das Sagen! Und das bezieht sich auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Das weiß man bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, als ein gewisser Herr Marx drei Bände darüber geschrieben hat…

  6. Lord Fartor sagt:

    Ihr sprecht alle wahre Worte!
    In diesem Land traut sich ja auch niemand mehr, den Mund aufzumachen und vor allem, mal Verantwortung dafür zu übernehmen, wenn er den Mund aufmacht. Und wenn jemand von den “Großen” Mist macht, streitet er es bis zuletzt ab. Dieses Verhalten kopiert Otto-Normalbürger dann irgendwann und dementiert jegliches Mundaufmachen, wenn jemand kritisch reagiert. Die einzige Person in der Öffentlichkeit, die in den letzten Monaten und Jahren sofort zugegeben hat, dass sie einen Fehler gemacht hat, ihr Verhalten beschissen war und sofort die Konsequenzen gezogen hat, ist doch die Bischöfin Käßmann. Ansonsten klammert sich jeder an seinen Stuhl, dementiert alles, und versucht, noch so lange wie möglich in seiner Position zu bleiben, das letzte bisschen “Macht”, das ihm noch geblieben ist, auszunutzen.
    Die Politik versteht es auch prima, von ihren eigentlichen Machenschaften und ihrer Unfähigkeit abzulenken: Mit Hilfe der Medien. Völlig unwichtiges Zeug wird aufgebauscht, bis jeder denkt, es muss wichtig sein, weils ja in der Zeitung steht. Die wirklich wichtigen Themen gehen unter …
    Beispiel: Einer aus der Führungsriege der NPD hat vor nicht allzu langer Zeit zu jemandem aus meinem Bekanntenkreis gesagt, dass die Regierung die NPD ganz bewusst am Leben hält, um von anderen Dingen abzulenken. Würde die NPD einfach ignoriert und nicht als “böse Partei” hingestellt werden, wäre sie u. a. auf Grund der internen Streitereien schon längst auseinander gebrochen.

  7. Herr Doktor sagt:

    “Doch irgendwann sich mancher fragt
    Was dieser Mensch im Grunde sagt
    Es fehlt bei all dem schönen Klang
    Der logische Zusammenhang
    Und langsam regt sich der Verdacht
    Daß jemand sich hier lustig macht
    Er kriegt das Geld und den Applaus
    Und hintenrum lacht er uns aus…”

    So isset, Lord Fartor. Auch wenn das jetzt sicherlich etwas überspitzt ausgedrückt ist, aber….Nazis, Kinderschänder und ähnliche Individuen SOLLEN doch gar nicht effektiv bekämpft werden. Wieso auch? Einmal in 4 Jahren kann man sie dann doch bequem wieder als Posterboys für die Großen rausholen – “WENN IHR UNS WÄHLT, DANN RÄUMEN WIR MIT DENEN UFF!”…was unsern Politikussen aber wirklich an solchen Fällen liegt, weiss man ja. So ooch mit den Dauerthemen Kinderpornos/Terrorismus. Da kann man 1A Ängste mit schüren, obwohl dann an anderer Stelle schon wieder offen zugegeben wird, dass man sich gar nich effektiv dagegen bemühen KANN (will?). Wären diese Feindbilder uff einmal nichmeer da, dann würde aber einiges uffalln und hinterfragt werden, oweh.

    Das Recht zu hinterfragen und Nein zu sagen hat jeder. Nutzen tuns wenige.
    Google Street View is bei Weitem nich das Tor zur Hölle. Das liegt ganz woanders.

  8. Steinmade sagt:

    Jut’n Abend!

    Obwohl ich erfahren musste, dass die Diskussion um Politik doch meist wenig bringt, möchte ich an dieser Stelle einige Brocken meiner Meinung kundtun.

    Das Problem bei dem ganzen Dilemma ist der Mensch an sich und im Speziellen.
    Macht ist wie Ruhm eine gefährliche Droge. Schon bei der Regionalpolitik lässt sich erkennen, dass viele Gemeindevorstände jeder noch so popeligen Gemeinde sich für kleine anbetungswürdige Götter halten. Ob man ihnen das vorwerfen kann oder ob man nicht selber bei entsprechend langanhaltender Machtposition Höhenflüge bekäme, kann ich nicht beurteilen.
    Einen interessanten Eindruck von “Macht” gab mir das Buch “Anus Mundi-Fünf Jahre Auschwitz” von Wieslaw Kielar. Er beschreibt beeindruckend, wie sich selbst die besten Leute verwandelten, wenn sie in dieser Ausnahmesituation KZ an ein kleines bisschen Macht kamen.

    Der andere Punkt ist der, dass der Mensch bequem ist und in der Regel kein Freund von Veränderungen. Wir haben uns damit abgefunden, dass wir abgezockt werden, dass andere die Kohle machen und insgeheim freuen wir uns, dass wir nicht in Afrika geboren wurden und um jeden Happen Essen kämpfen müssen.
    Vielleicht sind wir Deutschen auch ein Extrembeispiel. Gehorsam und stillschweigendes Leiden scheint uns im Blut zu liegen. Schauen wir nur zu unseren Nachbarn zur linken Seite – da macht man eher das Maul auf, gemeinsam wohlgemerkt.

    Was bleibt uns also zu tun? Jammern und leiden? Versuchen, die große Revolution anzuzetteln, um festzustellen, dass wir allein auf der Straßen stehen und zwar verstanden, aber mitleidig belächelt werden?
    Vielleicht wäre es richtig, es trotzdem zu versuchen.
    Aber vielleicht können wir auch einfach erst einmal vor unserer kleinen Haustür kehren. Stehen wir für uns und unsere Fehler ein, helfen wir denen, die wir kennen, versuchen wir im Kleinen etwas zu erreichen. Das ist zwar nicht das ganz große Kino, aber es ist ein Anfang und es ist das, was ein persönliches Wohlgefühl gibt und ist allemal besser, als gar nichts zu tun. Und vielleicht – ganz vielleicht – wird sich dadurch doch etwas ändern.

    Upps, jetzt hab ich mich aber wieder in Rage geschrieben…Sorry, falls es hier nicht so herpasst…

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    keine Termine